ES-Spiegel - Das Magazin der Europa-Studien

Altes Kino Europa in der Hainstr. auf dem Sonnenberg

Asyl in Chemnitz – Deutschland – Europa

Liebe Kommiliton_innen, liebe Alumnae und Alumni, liebe Professor_innen und Dozent_innen,

das Thema Asyl bewegt uns alle. Es vergeht kein Tag, an dem nicht über geflüchtete Menschen berichtet wird. Auch Studierende und Lehrende der TU Chemnitz haben sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Nicht zuletzt als die Sporthalle der TU Chemnitz im August 2015 zu einem Interimsquartier für Asylsuchende umfunktioniert worden war. Von Oktober 2015 bis Februar 2016 lebten etwa 250 Asylsuchende in der Sporthalle. Dies führte dazu, dass der Campus zu einer Begegnungsstätte wurde: Fakultäten, Institute, studentische Initiativen und Vereine sowie Einzelpersonen – viele zogen an einem Strang und versuchten den Asylsuchenden einen lebenswerten Alltag zu bescheren. Auch in der Forschung wurde ein Fokus auf diese Thematik gerichtet, es wurden etliche Seminare und Projekte angeboten.

Am Institut für Europäische Studien kamen Studierende und Lehrende ebenfalls nicht an dem Thema vorbei. Auf der einen Seite wurde versucht, die Frage zu klären, inwieweit bei der Thematik Flucht & Asyl nach einer nationalen oder europäischen Lösung gesucht werden soll. Auf der anderen Seite wurden Diskursanalysen durchgeführt und die Sprache in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Und dann gab es noch ein Seminar von Jana Beinhorn, in dessen Rahmen dieser ES-Spiegel entstanden ist. Der Titel des Seminars lautete Asyl in Europa – Deutschland – Chemnitz: Essays und Interviews. Sechs Studierende befassten sich eingehend mit dieser Thematik, schrieben Essays und führten Interviews mit Professor_innen und aktiven Studierenden. Die Resultate werden hier nun veröffentlicht. Außerdem gab es natürlich auch in diesem ES-Spiegel noch weitere Europa-Studierende, die sich mit einem Beitrag in diese Ausgabe eingebracht haben.

Nachdem die Asylsuchenden aus der Turnhalle ausgezogen sind, sieht es nun oberflächlich so aus, als sei die Thematik nach und nach von der Tagesordnung an der Universität verschwunden. Das heißt aber nicht, dass sich die Lage für Asylsuchende entspannt hätte. Hier setzt der ES-Spiegel an, der genau im richtigen Moment erscheint, um uns alle daran zu erinnern, was wir gemeinsam erreichen können, um Asylsuchenden zu helfen.

Was euch und Ihnen allen bestimmt aufgefallen ist: der ES-Spiegel hat ein neues Format. Das ist zum einen dem Seminar von Jana Beinhorn geschuldet, das uns eine Menge Essays zu verschiedenen Themen beschert hat. Zum anderen erscheint der ES-Spiegel von nun an auf dieser Webseite. Von allen Artikeln und Ausgaben nur einen Klick entfernt, erhoffen wir uns einen klareren und moderneren Auftritt. Die Kommentarfunktion soll zu Diskussionen über die aktuellen Themen anregen. Zudem möchten wir auf das neue Format, der ES-Spiegel als Magazin der Europa-Studien, hinweisen: es gibt nun Artikel, Reportagen und Interviews, die in drei Rubriken unterteilt sind. In der ersten Rubrik Kritisch gedacht findet Ihr/finden Sie die Essays, die in besagtem Seminar entstanden sind wie zum Beispiel eine differenzierte Presseschau über die Ereignisse in Einsiedel. In der zweiten Rubrik Menschen und Projekte: Europa studieren geht es darum, was Studierende der Europa-Studien im Studium, an der Universität und ihrer Freizeit machen – das Engagement und die Motivation stehen im Vordergrund – davon erzählen uns zum Beispiel Neslihan Altun und Madlen Lauterbach in ihrem Artikel Remember me. Mit der letzten Rubrik Europa lehren bekommt das Institut für Europäische Studien einen besonderen Platz: Welche Vorlesungen und Seminare gab und gibt es zu der jeweiligen aktuellen Thematik des ES-Spiegels? Welche Forschungen gibt es darüber am Institut? Beispielhaft sollen hier die Fragen zu Regelungen hinsichtlich einer EU-Asylpolitik stehen, die Prof. Dr. Matthias Niedobitek uns beantwortete.

Wir erhoffen uns mit der Umstellung natürlich auch einen breiteren öffentlichen Auftritt für die Europa-Studien und damit einhergehend Werbung für unseren Studiengang. Daher der Aufruf: kritisiert und kommentiert, damit Das Magazin der Europa-Studien noch besser werden kann und lobt und teilt, damit es bekannter wird!

Viel Spaß mit dem neuen ES-Spiegel!

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