ES-Spiegel - Das Magazin der Europa-Studien

Der aktuelle Vorstand der i
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Europa: Identifikation oder Abneigung?

Die Initiative Europastudien e.V. - eingetragener Verein, Fachgruppe des Studiengangs Europastudien an der TU Chemnitz und studentische Initiative - beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beratung von Studierenden sowie der Öffentlichkeits- und Projektarbeit. Jedes Jahr am Ende des Sommersemesters wird der neue Vorstand, bestehend aus sechs Mitgliedern, gewählt. Dieser kümmert sich um die Umsetzung der Projekte, der Finanzen und dem zu verfolgenden Motto für das kommende Vereinsjahr. Das diesjährige Motto lautet: „Identifikation mit Europa“.

Wir als Vorstand sind der Ansicht, dass die Verbindung zu einer Europäischen Gemeinschaft im Auge des Einzelnen zunehmend an Relevanz gewinnen sollte Spätestens nach der sogenannten Flüchtlingskrise, dem Austritt Großbritanniens aus der EU und der wachsenden Skepsis in Frankreich und den Ländern Ostmitteleuropas gilt es die folgenden Fragen zu stellen: Was ist Europa / die Europäische Union für mich? Inwiefern stehe ich dahinter? Inwiefern unterstützt sie mich?

Europa als Gemeinschaft, die Europäische Union, macht sich durch das, was sie ihren BürgerInnen bietet, bemerkbar. Innerhalb der EU können sich Angehörige der Mitgliedstaaten frei bewegen, sich in anderen Ländern fortbilden oder beruflich tätig werden. Solche Vorteile für einzelne BürgerInnen rücken in den Vordergrund, sobald die Gefahr droht, sie zu verlieren. Gleichzeitig besitzt aber die Europäische Union komplexe Strukturen, welche das Interesse und die Beteiligung der europäischen Gesellschaft reduzieren können. Darum ist die Auseinandersetzung mit dem Thema von essentieller Bedeutung. Wir als Verein, oder besser gesagt als Europa-StudentInnen, können dabei zur Debatte beitragen, ohne dabei unkritisch zu sein oder uns zu stark dem Eurozentrismus hinzugeben.

Auch innerhalb des aktuellen Vorstandes werden verschiedene Nationalitäten vereint. Zusammen eine Einheit bilden, die gebildete Struktur gemeinsam schützen und Seite an Seite arbeiten. Dies ist das Muster, was man von einer Union erwartet. Hierbei sollen sich nicht alle den anderen angleichen, sondern vielmehr die eigene Identität und Erfahrung in die Entscheidungsprozesse miteinbringen. Innerhalb des aktuellen Vereinsjahres wird sich vor allem die Europawoche, welche jeden Mai stattfindet, um das Thema „Identifikation mit Europa“ drehen. Hier haben Studierende, Dozierende und selbstverständlich auch Gäste die Chance, einen Einblick in soziale sowie wirtschaftliche Aspekte der aktuellen Entwicklung Europas zu bekommen.

Darüber hinaus gilt für uns: Sechs Personen im Vorstand eines Vereins schaffen es, einige Projekte zu planen und durchzuführen. Ein Verein mit über 100 Mitgliedern kann vielen Menschen helfen, sich weiterzubilden, neue Erkenntnisse zu gewinnen und ein Statement zu setzen. Ein Verbund von 28 Nationalstaaten, welche ihre Kultur und ihre Erfahrung in einen politischen Entscheidungsprozess miteinbringen, kann die Welt verändern.

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